#1 Verschiedene Meditationen von Keela 10.02.2009 19:30

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Der Atem des Lebens

Stelle dir während des Atmens vor, dass das Leben in deinen Körper hinein- und herausströmt.
Dein Atem erfrischt und stärkt dein gesamtes Energiesystem sowie den Raum, der dich umgibt.
Hole tief Atem und lasse ihn in dein innerstes Zentrum gelangen.
Beginne damit, das du die Augen schließt und dich auf die Atmung konzentrierst.
Sammle dich, während der Atem ein- und ausgeht.
Wichtig ist, dass du langsam und tief aus der Körpermitte atmest, nicht schnell und flach aus dem Brust- oder Bauchbereich.
Atme frische, saubere Luft ein, um sie, bis vier zählend, anzuhalten und dann, wiederum bis vier zählend, durch den Mund auszuatmen.
Stelle dir dabei vor, dass die ganze Anspannung und Mühsal des Tages deinen Körper wie grauer Dunst verlässt.
Sobald dir Gedanken durch den Kopf schießen, löse dich davon, um auch weiterhin deine Aufmerksamkeit auf die Atmung zu richten.
Nach fünf –oder sechsmaligen tiefem Ein- und Ausatmen lasse den Atem einfach seinem eigenen natürlichen Rhythmus folgen.
Bald wird dir bewusst, dass er ganz ähnlich steigt und fällt wie Ebbe und Flut.
Nach einer Weile findet dein Geist in einen noch friedlicheren Zustand.
Du fühlst dich ruhiger und mehr im Einklang mit deinem Selbst.
Dein Geist wird empfänglich sein für spirituelle Einsichten.

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Entspannungstechnik

Entspannung ist der Schlüssel zu jeder Meditation.
Es fällt schwer, sich auf etwas zu konzentrieren- zumal auf das innere Selbst-, wenn man sich angespannt oder unausgeglichen fühlt.
Die folgende Übung wird dir helfen, dich vom Druck zu befreien und ein größeres Wohlbehagen zu empfinden.
Beginne mit der zuvor eingeübten Atemtechnik.
Nachdem du in deinem Atemrhythmus zentriert bist, vergegenwärtigen dir jedes einzelne Körperteil, angefangen bei den Zehen.
Spanne diese an, um sie anschließend zu entspannen.
Richte deine Aufmerksamkeit dann auf die Beine, spanne diese an, und entspanne sie.
Verkrampfe sowohl die vorderen als auch die hinteren Muskeln der Oberschenkel und lockere sie.
Konzentriere dich weiter oben auf die Hüften und Hinterbacken; spanne deren Muskeln an, entspanne sie.
Du wirst spüren, wie Schwere, Schmerz und Druck allmählich aus dem Körper entweichen.
Als Nächstes kommt der Beckenbereich.
Verkrampfe die Muskeln dort, lockere sie.
Setze dabei die bewusste Atmung fort.
Wandere höher zum Bauch.
Spanne dessen Muskeln mit Hilfe des Atems an und lasse sie wieder los.
Verfahre genauso mit Brust und Rücken.
Mittlerweile fühlst du dich noch entspannter.
Verkrampfe nun noch die Halsmuskeln.
Das ist die Stelle, wo sich besonders viel Druck aufstaut.
Lockere den Hals und drücke die Schultern nach vorn, um sie hinterher zu entspannen.
Gebe einen Seufzer von dir, wenn dir danach ist.
Richte deine Aufmerksamkeit jetzt auf die Arme.
Spanne den Bizeps an und lockere ihn.
Mache mit der rechten wie mit der linken Hand eine Faust und öffne sie, von jeder Spannung befreit.
Verziehe schließlich das Gesicht um Augen und Mund, entspanne sie.
Stelle dir vor, dass die restliche Spannung zu einem grauen Dunst wird, der aus deinen Fingern- und Zehenspitzen strömt.
Bleibe noch einige Augenblicke sitzen, um den entspannten Zustand zu genießen, ehe du dann deine Meditation beginnst.

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Verwurzeltsein

Jedes Tun erfordert Bewusstheit, und die bewusste Wahrnehmung der Energie rings um dich herum ist gerade auch während der Meditation wichtig.
Schließe die Augen und achte auf die Atmung.
Fühle allmählich, wie der Atem tief in deinen Körper einströmt.
Entspanne dich, lasse die Sorgen des Alltags los.
Nach einigen Minuten tiefer Atmung und Entspannung stelle dir vor, dass um jeden Knöchel locker ein Seil gebunden ist, das in den Boden und bis zum Zentrum der Erde reicht.
Dort befinden sich zwei Felsblöcke, an denen du jeweils eines der Seile befestigst.
Stelle dir dann ein drittes Seil vor, das vom Steißbein ebenfalls durch den Boden bis zum Zentrum der Erde geht.
Binde dieses Seil um einen weiteren Felsbrocken, der dort liegt.
Während du die Energie der Erde visualisierst, malst du dir deren wesentliche Farbe aus.
Rotbraun, Grün oder welche Farbe auch immer, die in deinen Augen die Erde darstellt.
Sehe, wie diese Erdkraft von den Felsblöcken an den Seilen aufsteigt, bis in die Knöchel und ins Steißbein.
Lasse diese Energie weiter in deinen Körper fließen, an Beinen und Rumpf entlang bis zum Herzen.
Stelle dir anschließend einen goldenen, senkrechten Lichtstrahl etwa fünf Zentimeter über deinen Kopf vor.
Das ist das kosmische Licht universaler Energie.
Lasse den Strahl in Kopf, Hals, Schultern und Brust fließen, bis er das Herz erreicht.
Dieses goldene Licht verbindet sich mit der Energie der Erde und ermöglicht dir, dich verwurzelt, gefestigt und zentriert zu fühlen.
Stelle dir zu guter Letzt vor, dass jenes Gemisch aus kosmischer und irdischer Energie an der Wirbelsäule aufsteigt und vom Scheitel in den Raum ausstrahlt.
Lasse es dann wieder in den Körper hinabströmen, als würde sich eine Quelle der Kraft über dich ergießen.
Sehe einfach nur zu, wie diese ständig überfließt, bis du dich erfrischt und gestärkt fühlst.
In diesem ebenso konzentrierten wie ruhigen Zustand bist du jetzt bereit und gewillt, deine Meditationsübung zu beginnen.

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Sich zentrieren

Stelle dir in deinem ruhigen und entspannten Zustand ein weißes Licht weit oberhalb deines Kopfes vor, so als käme es aus dem Himmel.
Sehe während des Einatmens, wie dieses Licht zu dir herabkommt und deinen Körper umhüllt.
Du wirst in diesem herrlichen Licht Gottes gebadet.
Stelle dir dann vor, dass es durch deinen Körper strömt.
Sehe, wie es am Scheitel eindringt, durch Hals und Brust in Arme und Hände fließt.
Du wirst ausgefüllt mit Gottes ewigem Licht.
Sehe anschließend, wie es sich durch deine übrigen Körper bewegt- durch Bauch, Rücken, Hüften, Beine und Füße.
Jede Körperzelle wird mit dem weißen Licht Gottes ausgefüllt.
Unaufhörlich fließt es durch deinen Körper und um dein gesamtes Energiefeld.
Beobachte so lange, wie es sich über dich ergießt, bis du selbst zu Licht wirst.
Dieses Licht stellt die unbedingte Liebe, Reinheit und Ganzheit dar.
Sei still und wisse, das du Gott bist.
Zentriere dich in der Wahrheit dieses Wissens.

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Die Energie rings um dir

Werde dir des Raumes über und unter, vor und hinter dir sowie zu beiden Seiten bewusst.
Das ist dein Energiefeld.
Mache dich also mit deinem eigenen Raum vertraut.
Öffne jetzt die Hände, so dass die Handflächen einander zugewandt sind.
Richte deine ganze Aufmerksamkeit auf den Bereich dazwischen.
Empfinde das Gefühl, das dort vorherrscht.
Bewege die Hände nach oben und nach unten; achte darauf, wie die Energie sich verändert.
Möglicherweise musst du das einige Male wiederholen, um die feinen Unterschiede wirklich wahrzunehmen.
Halte eine Hand etwa acht Zentimeter von diesem oder jenem Körperteil entfernt.
Wie fühlt sich das an?
Merke, wie sich der Energiezustand geringfügig ändert, wenn du die Hand zu einem anderen Körperteil bewegst?
Ein Körperteil mag ein hohes Maß an emotionaler Energie einschließen, sich heiß, verkrampft oder schwer anfühlen.
Vielleicht kannst du den Punkt einer alten Verletzung spüren, eben weil darin die Energie stark konzentriert ist.
Fahre in dieser Weise fort, die Energie um deinen Körper zu spüren, und finde heraus, ob sie schwer oder leicht, heiß oder kalt ist.
Bist du imstande, Farben in deiner Umgebung wahrzunehmen?
Kannst du irgendwelche Formen oder Gesichter ausmachen?
Hat die Energie einen ganz eigenen Charakter?
Sitze einfach da und werde dich des Energiefeldes bewusst, das dich umgibt.
Wenn die Energie dir bleiern, träge oder fremd erscheint, ist es an der Zeit, sie zu ändern.
Stelle dir eine große, goldene Sonne vor, die über dir strahlt.
Lasse dich von ihrem Licht und ihrer Wärme umhüllen.
Während das Sonnenlicht dein gesamtes Energiefeld erfasst, beginnt die Atmosphäre rings um dich und in dir aufzuklaren.
Konzentriere dich darauf, dass die Sonne deinen Raum ausfüllt.
Macht sich ein Unterschied bemerkbar?
Visualisiere weiterhin, wie die Sonnenstrahlen dich durchdringen, bis deren Glut dein gesamtes Energiefeld aufhellt.

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Eine friedvolle und ruhige Umgebung

Während du entspannt dasitzt und auf den Atemrhythmus achtest, stelle dir vor, dass ein goldenes Licht in deinen Körper eindringt und jedes Organ, jeden Muskel, jede Zelle erleuchtet, bis du voll und ganz von Liebe erfüllt bist.
Dieses goldene Licht besteht aus Freude, Gleichgewicht, Ruhe und Liebe; es trägt das Gefühl von Frieden in alle Bereiche deines inneren Wesens.
Male dir vor deinem geistigen Auge einen See aus .
Seine Oberfläche ist gekräuselt, von Strömungen durchzogen, die in alle möglichen Richtungen gehen.
Diese Kräuselungen versinnbildlichen deine lärmenden, chaotischen Gedanken und Gefühle.
Fahre fort, das goldene Licht der Liebe einzuatmen, beherrscht von der Vorstellung, das die Kräuselungen allmählich verschwinden, bis nur noch eine winzige davon übrig ist.
Achte darauf, wie still der See geworden ist.
Bemerke, wie ruhig dein Geist sein kann.
Atme diese Stille weiterhin ein und lasse auch noch die letzte, geringfügige Sorge und Ungewissheit, die in deinem Bewusstsein verborgen ist, mit dem Atem wie grauen Dunst ausströmen.
Lasse während des Ausatmens die Wirrnis in diesem grauen Dunst aufgehen und beobachte, wie beide vom goldenen Licht aufgesogen werden.
Fahre fort, mit dem Atmen zu arbeiten, bis deine Ruhelosigkeit durch Ruhe ersetzt hast.
Dein ganzes Wesen soll erfüllt sein von Stille und Frieden.
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Quelle:

James van Praagh „Meditationen für innere Kraft und Lebensfreude“

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