#1 8. Der Sarg von Keela 25.01.2009 20:02

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Der Sarg

Schlagworte:

Transformation; Ende und Neuanfang, Umbruch; Krankheit; Schock, Schreck

Zeitfaktor: sofort, negativ


Sinngehalt

Die Abbildung auf der Karte Der Sarg gleicht einem Monument- ein bedeutsamer Moment oder eine wichtige Station im Leben soll festgehalten werden. Der Sarg steht für den Tod. In Bezug auf unser Leben bedeutet das, dass eine Ära zu Ende geht. Warum haben wir vor dem Tod solche Angst? Ist er denn nicht auch eine Erlösung? Wer weiß, vielleicht ist das Leben nach dem Tod viel schöner, und man will uns diese Tatsache nur vorenthalten, indem man „Negativreklame“ macht. Sind die Zeiten der Trauer überwunden, haben wir erst einmal losgelassen, dann wartet eine gute Zeit auf uns- und wir sind froh, diesen Schritt getan oder diesen neuen Weg beschritten zu haben.

Das Bild

Auf der Karte Der Sarg sehen wir einen soliden Steinsockel. Auf dem Podest liegt der hölzerne Sarg, relativ schlicht verziert und solide verarbeitet. Es ist ein Sakrallicht im Hintergrund zu erkennen, welches der Gestaltung des Schmiedeeisens nach der Rokokozeit entspringt. Der Sarg steht entlang eines Gehwegs auf dem Friedhof; es sind Büsche zu erkennen und Kränze mit Bändern- deutlich ein gelbes Band. Die Farbe Gelb ist auch die Farbe des Geldes oder Geizes. Der Sarg wirkt schmuck- und trostlos und ist sehr dominant mitten im Bild platziert. Der Betrachter sieht ihn fast aus der Froschperspektive, so dass er sich ein wenig eingeschüchtert und verloren fühlt.


Damals

Reihengräber waren für einfache Leute, besondere, einzelne Gräber für Betuchtere reserviert. Friedhöfe wurden lange Zeit recht einfach angelegt, bis Gartenbauarchitekten entdeckten, dass sich Menschen gern in so genannten „grünen Lungen“ aufhalten. So wurden um die Zeit des Rokoko die Friedhöfe parkähnlich und eher übertrieben gestaltet- üppig und überladen mit Skulpturen, Denkmälern und Arrangements aus Blumen, Sträuchern, Büschen und Bäumen. So wurde das gemeine Volk an solchen Stätten kaum noch beigesetzt.


Die Deutung

Allgemein:

Ein Wandel wird angezeigt. Dieser ist meistens mit (emotionalen) Schmerzen verbunden. Selbsterkenntnis sollte zugelassen werden. Eine Veränderung bzw. Weiterentwicklung der eigenen Person ist vorprogrammiert und sollte akzeptiert und unterstützt werden. Im Alltäglichen beschert uns diese Karte einen kleinen Schrecken.

Liebe und Partnerschaft:

In seltenen Fällen steht die Karte für die Transformation einer geliebten Person, so dass das Miteinander anschließend besser funktioniert. Eher weist Der Sarg jedoch auf das Ende einer Beziehung- oder zumindest eines Beziehungsabschnitts- und auf eine Veränderung Deiner Person hin, so dass Du in der Lage bist, loszulassen.

Beruf und Finanzen:

Arbeitslosigkeit und große finanzielle Löcher sorgen dafür, dass man sich genötigt sieht, sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf herauszuziehen. Gleich danach wird aber eine erfolgreiche Zeit kommen.

Gesundheit:

Eine plötzliche Krankheit ist zu erwarten, Krankheitszustände werden sich in absehbarer Zeit nicht verbessern. Energiemangel sollte jetzt akzeptiert werden. Diese schlechten Zeiten gehen auf jeden Fall vorbei, und Du wirst Dich anschließend wie neu geboren fühlen.


Quelle:

Iris Treppner „Lenormand Schicksals- Timer“



Tagestendenz

Der Sarg steht immer für einen gehörigen Schrecken.
Doch keine Angst, es geht um nichts Dramatisches.
Ein paar Umstände wird Dir die Sache aber schon machen:
Portemonnaie vergessen, Handy verloren, vielleicht hast Du auch eine Akte liegen lassen oder ein Angebot vergessen abzuschicken?


Quelle:

Iris Treppner „Die Sibylle der Salons“

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